>Prostatütata

>Heute war der Messepokallauf und ich wollte schneller laufen als in Eilenburg.

Vor dem Start heute hat mir Andi- der in Eilenburg moderiert hatte- noch mitgeteilt, dass Eilenburg 185 Meter zu lang war. Dann war ich ja  zumindest von der Zeit her ja gar nicht so schlecht.
Beim Messepokallauf wird weder eine Messe zelebriert, noch gibt es einen Pokal. Wobei das ja nicht schlecht wäre, wenn es ein Abendmahl gäbe und der erste könnte den Pokal mit dem Messwein, der ja das Blut Christi symbolisieren soll, behalten. Aus religiöser Rücksicht spare ich mir die jetzt nahe liegenden platten Sprachspielereien.
Aber auch ein Zusammenhang mit der Leipziger Messe ist nicht (mehr) zu erkennen. Es gibt eben einfach Namen die sich verselbstständigen und dann unabhängig von ihrer Bedeutung stehen bleiben. Aber immerhin, ein Lauf ist es noch.
Ich bin ja immer noch in der Restitutionsphase. Das schlechte daran ist, dass ich noch nicht viel von mir erwarten kann. Das gute daran ist, dass ich noch nicht viel von mir erwarten muss.
Die nachstartliche Einordnung war mal wieder sehr eigenartig. Die da vorne wollten einfach nicht ernst machen, so dass fast bis zum 1. Kilometer eine riesige Traube zusammenblieb, an der ich auch mit dran hing.
Ein Pferd am Rand kam mit der Schar Läufer überhaupt nicht zurecht und scheute. Wie ich hinterher erfuhr wurde Detlef Beier getroffen. Nun muss man als Läufer also nicht nur auf Hunde, nein auch auf Pferde aufpassen.
Jens war es dann, der das Tempo vorne anzog. War ja auch klar, er wollte (und ist es dann auch) einen exakten 3:25er Schnitt laufen. Als es dann vorne richtig los ging wurde es schneller als 3:25 und folgerichtig ließ sich Jens zurück fallen. Da ist er eben konsequent. Wenn 3:25 im Plan stehen, darf es kein 3:24er Schnitt werden. Soll doch gewinnen wem gewinnen wichtig ist!
Zurück zu mir. Ich lief in einer Gruppe in der ich mich relativ wohl fühlte, das Tempo passte, nur irgendwie hatte ich da einen Harndruck. Gut, Harndruck habe ich mehrmals täglich und inzwischen auch nachts. Manchmal kann man dem gleich nachgeben und manchmal muss man es sich verkneifen. um so schöner wird’s dann, wenn man los lassen kann. Nach 3 Kilometern dachte ich mir so, Du wirst das wohl ja noch aushalten. ist ja nichtmal mehr ne halbe Stunde! Aber wenn man einmal so weit ist und sich darauf konzentriert ist es zu spät (zumindest bei mir). Es muss raus was raus muss und am Auensee suchte ich mir dann einen Baum.

Wie man an dem Knick in der Strecke sehr schön sieht war ich
 tatsächlich so anständig nicht die Strecke noch nasser zu machen als sie ohnehin schon war.
Doch gelohnt hat sich das nicht. Denn was da raus wollte war nicht der Rede wert.
Zumindest weiß ich jetzt was der eigentliche Grund dafür ist, dass die älteren Altersklassen kürzere Strecken laufen.
Gut nun konnte es also weiter gehen, die Auswertung zeigt, dass der Akt 21 Sekunden gedauert hat, ein Quickie gewissermaßen. Das Druckgefühl war nicht wirklich weg (wie auch nach den paar Tropfen), aber ich wusste jetzt, dass nichts nennenswertes in die Hose gehen konnte.
Ich reihte mich dann ein und die ehemalige Verfolgergruppe wurde dann meine Gruppe. Gregor war mit drin, alles klar, dachte ich. Aber nur Ronny konnte schließlich das Tempo mitgehen und dann erhöhen. ich beschloss, dass 3:40 so ein Kilometerschnitt sind, die ich in diesem Lauf laufen will und machte dann ab diesen Zeitpunkt den Jens. So im Nachhinein war das gar nicht schlecht. Ich konnte entspannt laufen, musste nicht versuchen Ronny abzuservieren, oder gar noch mehr Plätze gut zu machen. Mal so zu laufen ist ok für mich, aber zur Regel soll’s nicht werden.
Im Ziel war ich dann mit 37:14, 3:40er Schnitt auf der Uhr, Strecke 10,13 (der Knick und so), die Altersklasse gewonnen. Da darf man nicht meckern.
Und ab nächste Woche geht dann das richtige Training los.
gelaufen: 10 km

2 Gedanken zu „>Prostatütata

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