Archiv für den Tag: 16. März 2008

>Frühlingserwachen

>Pünktlich zum Frühjahrslauf der BSV AOK zog der Frühling ein. Sonnenschein, noch nicht so richtig warm, aber auch überhaupt nicht mehr kalt. Ein Start um 14:00 Uhr stellt zwar einige Anforderungen an die vorwettkampfliche Ernährung und Medikamentierung, aber wenn man sich gezielt vorbereitet und die Blutwäsche z.B. täglich eine Stunde nach hinten verlagert ist das lösbar.

Als wir eine Stunde vor Start, Willi musste ja seinen Pflichten als LG Manager nachgehen, war es schon so richtig voll und ich fragte mich spontan: „Ja ist denn heut schon Ostern?“. Ein buntes Gewimmel von Laufwilligen…
Vor dem Start hat alles gut geklappt, einlaufen, Startnummern holen und eine Stelle am Trikot für den Sport ident Chip finden. Im Startbereich das übliche Begrüßungsritual mit Formabfrage und Tiefstapelei und dann ging’s auch schon los.
Beim Frühjahrslauf geht’s eng mit 2 Pollern bestückten Kurven los. Das wusste ich und auch, dass die Poller so ungefähr im Gemächthöhe enden. Grund genug sich auf den ersten 50 Metern etwas zurück zu halten. Allerdings war dann dadurch eine Gruppe mit André (rekonvaleszent nach Erkältung) Roman, Gregor und einigen anderen, die ganz gut für die ersten Kilometer gewesen wäre, weg. Irgendwann sind wir ja alle allein, aber schon auf dem ersten Kilometer, das ist nicht schön, vor allem wenn dann auf dem 2. Kilometer das Gegenwindstück ist. Aber was solls. Nach dem Gegenwind überholte mich dann ein Läufer mit Trinkgürtel, der so aussah als könnte er in der M45 sein. 
Menno!!!
Aber zum Glück hatte der Jens-Olaf im Schlepptau, der die Gruppenführung übernahm, mit dem ich mitging und der Andere nicht mehr.
So näherten wir uns nun zu zweit der Gruppe vor uns, allerdings er schneller, ich langsamer. Als Jens-Olaf die Gruppe erreicht hatte sprengte er sie auch gleich und nahm André, Thomas Tittel und noch einen, den ich nicht kenne, mit. Ca. 1 km später war ich auch bei der Gruppe. Gregor fragte, ob ich wieder pullern gewesen wäre, und ich sagte, dass ich noch ein Telefonat erledigen musste. Roman schien mir ziemlich erregt zu sein, oder warum stöhnte er so?!
Aber allzu lange hielt ich mich nicht in der Gruppe auf, ging vorbei, hörte hinter mir noch kurze Zeit Schritte und dann war ich wieder allein. Irgendwann sind wir ja alle…, aber das hatten wir ja schon.
Irgendwann hatte ich dann auch André, der mit dem Fremden gemeinsame Sache zu machen schien, ein und schiss ihn zusammen, weil er wieder mal Schiss machen wollte. Irgendwie scheint er das zu brauchen, denn dann lief’s bei ihm wieder besser. Vielleicht sollten wir bei wichtigen Wettkämpfen Andréanschreier an der Strecke positionieren.
Ich war mit ja sicher, dass ich Thomas noch kriege, aber zwischen Kilometer 8 und 9 habe ich mir irgendwie das Knie verdreht und verfiel durch den Schmerz ins Humpeln. Als es dann wieder ging, ging’s auch bei Thomas wieder und auf dem 10. Kilometer hat er noch mal zu, oder ich abgelegt.
Im Ziel gab’s dann sofort einen Bon mit Zeit und Platzierung.
Platz 11 Gesamt, 1. AK 36:15, Schnitt 3:37.
Das nenne ich Service!!!
Wenn ich jetzt unverletzt bleibe wir der Leipzig Marathon wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht. Noch 5 Wochen Zeit und ein Ausgangspunkt, der nicht so schlecht ist.
gelaufen: 10 km