>Einbrecher

>Es sind viele eingebrochen- heute. Doch der Reihe nach:

Der Silberseelauf. Inzwischen 4 Runden die zusammen ziemlich genau 20 km ergeben. Ein paar kleine (ab Runde 3 heftige) Anstiege, eine 1 km lange Buckelpiste, doch ansonsten eine schöne Strecke. Der Wind täuschte über die wirkliche Wärme hinweg und von den Gesamtsiegabonnenten war keiner am Start. Ich hatte- laut Plan- vor nicht schneller als 3:43/km zu laufen und mich mit André und Ronny auf einen 3:45er Schnitt geeinigt.
Und dann ging das ganze los. Seit vorigem starten die 10 und 20 km Läufer zusammen und die jungen Burschen suchen dann immer ihr Heil in der Flucht. Wir abgebrühten Hasen gehen da vernünftige an und dementsprechend waren wir nach dem ersten Kilometer in der 2. Gruppe. Eine gute Gruppe mit André, Karsten, Jens-Olaf, Olaf, Ronny und mir. Bis auf Jens-Olaf wechselten wir uns in der Führung ab und sammelten einen nach dem anderen aus der 1. Grupe ein um ihn dann gleich hinter uns zu lassen. Den letzten hatten wir dann auf dem 9. Kilometer er blieb halbwegs an uns dran und war dann Gesamtsieger über 10 Kilometer.
Auch unsere Gruppe reduzierte sich nun mehr und mehr und auf der dritten Runde waren nur noch Olaf, Ronny und ich vorn. Wäre jetzt Quatsch zu sagen, dass ich nicht gewinnen wollte. So eine Gelegenheit kommt so schnell bestimmt nicht wieder, aber wenn ich siegen wollte musste ich das vor dem letzten Kilometer klar machen. Vielleicht so bei Kilometer 17?! Also hielt ich mich auf dem 17. Kilometer- dem Gegenwindstück zurück und dann kam ja der kleine Aufstieg und da zog Olaf- nur etwas- an. Ronny ging mit und ich hatte jetzt eine Lücke von 3 bis 4 Metern zu schließen. also Arschbacken zusammen gekniffen und- dann ging überhaupt nichts mehr.
Seitenstiche, keine Luft, nur die Beine waren noch völlig locker. Und so wurde der Kilometer 8 zur Quälerei. Allerdings Quälerei- nicht um alles klar zu machen, sondern um nicht völlig klar gemacht zu werden. Kilometer 19 war dann wenigstens schon wieder so wie ein typischer Kilometer 39 auf einem Marathon und der letzte Kilometer ging auch irgendwie. Nur, dass mich Marc dann auch noch abgefettet hat und ich 4. wurde.
Fazit:
Platzierung ok, Zeit ok, Ak-Sieg, Trainingseffekt super und trotzdem nicht zufrieden

Ein Gedanke zu „>Einbrecher

  1. Martin

    >Hey Carsten,
    Ich habe gestern bei Kerner etwas schönes gehört und musste sofort an dich denken. R. Messner meinte auf die Frage, warum so viele Bergsteiger bei der Besteigung von 8000er ums Leben kommen, dass „wirkliches Können immer da anfängt, wo Spass aufhört“. In diesem Sinne weiterhin viel „Spass“ auf deinem Weg nach Berlin zur „gekonnten“ neuen Marathon-PB!

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