Archiv für den Monat: Mai 2008

>Stadtmeisterei

>Um es gleich vorwegzunehmen:

Die 5.000 Meter und ich sind immer noch keine Freunde geworden.
Dabei sah es gut aus. Ich bin inzwischen gut vom Marathon erholt. Die Beine sind fast wieder locker. Es war zwar warm, aber keinesfalls zu heiß. Und es hatte in meiner Altersklasse niemand gemeldet, der mir gefährlich werden könnte.
Ich war mit ganz sicher, dass ich unter 17:30 laufen kann, ohne mir weh tun zu müssen. Dementsprechend bin ich auch angegangen. Natürlich hatte sich Jörg gleich abgesetzt, doch danach kam gleich ich und hinter mir war André. Dann ging André vorbei, kurze Absprache, jeder eine Runde in Führung und ab ging die Post. Alles gut dachte ich, es läuft. Doch Ines sah schon in der 2. Runde, dass es bei mir nicht läuft. Komisch ich merkte zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon. Der erste Kilometer ging in 3:14 weg und der zweite in 3:18. Inzwischen hatte sich Stefan Gorzny vor uns gesetzt und ich hatte André aufgefordert dran zu bleiben. Und plötzlich hatte ich einen ganz üblen Schmerz im meinem linken (dem gesunden) Knie. Ich hatte schon aufgegeben, Tempo rausgenommen und lief auf der dritten Bahn auf Ines zu. Doch so beim langsam Laufen ging es einigermaßen. Also beschloss ich noch eine Runde zu humpeln. Und tatsächlich wurde der Schmerz geringer und es ging wieder einigermaßen. Gut, die Zeit war jetzt so was von in der Tonne, aber ich konnte immer noch Stadtmeister werden.
Und das wurde ich dann auch. Was soll’s?! Völlig inakzeptable 17:43 (inoffiziell), aber dafür das erste mal Stadtmeister.
Die Ursache für den war eventuell ein Knorpelabrieb, zumindest sprechen die Symptome dafür. Also nichts nennenswertes und jetzt tut’s auch gar nicht mehr weh.
André hat das Ganze am Ende treffend zusammengefasst:
5.000 sollte man sich wahrscheinlich einfach nicht antun.
gelaufen: 5 km

>Doppelfeiertag

>Heute fallen Christi Himmelfahrt und 1. Mai zusammen. Also eigentlich Grund genug, dass sich Christen, Kommunisten, Gewerkschafter und der Rest der Sozialdemokraten die sich noch nicht an Globalisierungsideologie und Neoliberalismus verkauft haben sich auf die jeweiligen Wurzeln zu besinnen.

Doch was passiert heute? Der Mann besinnt sich auf seine archaische Herkunft, unterstützt durch reichlich- sehr reichlich- Alkohol und gar lustigen Schmuck an Kleidung und Gefährt. Keine Ahnung wo diese Tradition nun herkommt und ob sie irgendeine Bedeutung hat.
Hier bin ich Mann hier darf ich schreien, und saufen und kotzen und meine Orientierung verlieren und am Ende vielleicht so gar einpinkeln. Vielleicht ist ja der erste ärztliche Kunstfehler der Menschheitsgeschichte beim Entfernen der Rippe entstanden und hat da irgend etwas an der Großrinde beschädigt?!
Als Selbstschutz, um nicht noch mehr zum Zyniker zu werden, habe ich mir an Himmelfahrt Ausgehsperre auferlegt. Gut, man muss ja auch noch trainieren, aber wenn man das bis Mittag erledigt hat und es nicht ganz so heiß ist gibt es eine gute Chance noch nicht allzuviel Elend zu sehen.
Und jetzt sitze ich bei verriegelten Türen und Fenstern zu Hause, schreibe kurz diesen Blogeintrag und arbeite dann wieder. Schließlich bin ich ein atheistisches Kapitalistenschwein und habe heute nichts aus Tradition  zu be- oder/und gedenken und entsprechend keinen freien Tag verdient.
gelaufen: 23 km