Archiv für den Tag: 28. Januar 2009

>Fersensporn

>So nach und nach vervollständige ich meinen Erfahrungsschatz der läuferischen Überlastungsschäden- sehr gut!

Neuester Schatz ist der Fersensporn. Ich hatte ja schon viel über ihn gehört und gelesen. Aber wie das immer so ist mit der Überlieferung, es besteht die Gefahr der Legendenbildung.
Und hier nun die Wahrheit über meinen Fersensporn:
Es fing letzte Woche Donnerstag an. Ich verspürte einmal einen ganz leichten stechenden Schmerz beim Auftreten. Sofort wurde die Stelle untersucht, allerdings konnte ich- trotz heftigen Drückens- nichts finden. Am Freitag dann immer mal wieder dieses leichte Stechen, aber nach wie vor so überhaupt nicht der Rede wert. Am Sonnabend status quo.
Am Sonntag, nach dem ersten Auftreten, die Gewissheit: ah ja, jetzt hast Du also auch endlich mal einen Fersensporn . Ich war mir sofort sicher, dass dieser heftigste, stechende, von der Ferse über das Rückenmark ins Hirn schießende Schmerz keine andere Diagnose zulässt (wobei erstmal nur sicher ist, dass es eine Plantarfasziitis ist, ob tatsächlich röntgologisch ein Fersensporn nachgewiesen werden kann ist therapeutisch erstmal unerheblich).
Von den ganzen Verletzungen, die ich das Glück hatte zu erfahren, ist das eine der harmlosesten. Der Schmerz liegt zwar auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr bei 7 bis 8 ist aber sofort weg, wenn die Stelle (die sehr gut punktuell einzugrenzen ist) entlastet wird. Beim Rennen überhaupt kein Problem (laufe ich eben mehr Vorfuß) und somit ist keine Trainingseinschränkung nötig.
Also, wenn jemand über einen Fersensporn jammert ist Mitleid angebracht. Mitleid mit diesem Jammerlappen, der offensichtlich eine Ausrede braucht.