Archiv für den Monat: Januar 2009

>Das war mein Laufjahr 2008

>Auch 2008 ist die Welt nicht besser geworden- im Gegenteil, das wird auch die nächsten Jahre noch so bleiben.

Der Mensch ist schlecht!
Ich bin zumindest 2008 ein besserer Läufer geworden. Das nützt so wirklich niemandem, nicht ein mal mir. Ich habe das erste Preisgeld einstreichen können, dabei ist mein Charakter doch schon verdorben genug.
Das erste bedeutende Laufereignis 2008 war der Team Marathon. Der zweite Platz in 2:59 war ein gutes Ergebnis- keine Frage! Aber es war mehr möglich, also war das nicht so recht zufriedenstellend.  Dann der Winterlauf. Die Knochen noch müde und schwer, eine mäßige Zeit und eine Knochenhautentzündung waren das Ergebnis. Shin splints (wie man heute- ich weiß nicht warum- sagt) können lange Probleme bereiten. So waren der Mazdalauf, der Messepokallauf und der AOK Frühlingslauf eher REHA-Maßnahmen als Wettkämpfe. Der Glockenturmlauf und der Muldentaler Städtelauf waren dann schon wieder ok. Am Donnerstag vor dem Leipzig Marathon hatte ich dann das erste Mal keine Schmerzen mehr am linken Schienbein.
Perfektes Timing!
Dementsprechend lief der und lief ich den Leipzig Marathon dann optimal. Mit Jörg hatte ich das perfekte Bunny und die Aussicht auf eine Top-Platzierung tat den Rest. Ohne Zweifel der unumstrittene Höhepunkt meiner bisherigen Laufkarriere.
Bei den 5.000er Stadtmeisterschaften lief es dann dafür wieder so richtig schlecht. Plötzlich Schmerzen im linken Knie, ich wollte schon aufgeben und habe mich dann doch irgendwie durchgeschleppt. Ein Lauf zum Abhaken.
Der Silberseelauf wiederum lief dann sehr gut- zumindest bis Kilometer 17. Ich konnte mich in der Spitzengruppe halten, weitgehend das Tempo mit diktieren und fühlte mich super. Warum ich dann plötzlich keine Luft mehr bekommen habe weiß ich nicht so genau. Ich verdächtige mal die Pollen.
Dann die Eckstein/Täve Nummer beim Sonnenwendlauf mit Jens. Sehr schöner Lauf, gute Zeit, Gesamtdritter hinter Detlef und Steven und den Stadtranglistensieg optimal eingefahren.  Mehr will ich nicht!
Dann begann die Vorbereitung auf den Herbstmarathon. Erst noch mal Grundlagen schaffen und dann Intensität erhöhen. Lief sehr gut, nur hatte ich unser Urlaubsterrain unterschätzt. Und wieder was gelernt:
1. Madeira ist bergig, so richtig bergig
2. bergablaufen sollt ich tunlichst meiden
Am Tag nach dem Urlaub der Mannschaftslauf, wieder „guter“ Zweiter und ins Aus geschossen. Dementsprechend mussten dann die 50 km am Auensee und der Berlin Marathon ausfallen.
Aber es gab ja noch die Glockenturmlaufserie. Da hatte ich ja die ersten beiden, problemlos gewonnen (natürlich nur in der Altersklasse) und musste nun auch noch die letzten beiden gewinnen, um eine Chance auf den Pokal zu haben. Dank Martin Schnell, der eigene Ambitionen zurückstellte, gelang mir dies. Ist schon verdammt hart, wenn man wirklich alle 4 Läufe gewinnen muss.
Der vierte Glockenturmlauf hatte mir auch die Gewissheit gegeben, dass Frankfurt in einem 4:00er Schnitt anzugehen möglich sein sollte.
in Frankfurt habe ich dann den Hasen für René gemacht. Und damit hat sich ein Kreis geschlossen. Jörg in Leipzig Hase für mich, René in Magdeburg Radbegleitung für Jörg, ich in Frankfurt Hase für René. Das Ziel in Frankfurt haben wir zwar knapp verfehlt, aber das lag nicht an mir 😉
Auewald- und Silverstelauf waren dann nicht herausragend, aber weitgehend ok.
Insgesamt war ich 2008 ca. 435 Stunden in Laufschuhen unterwegs und habe dabei knapp 4.600 Kilometer zurück gelegt.
Alles in allem ein gutes Laufjahr.

>Silvesterlauf 2008

>Wenn ich sehen will wo ich trainingstechnisch so stehe bedarf eines Wettkampfs. Am Ende des Jahres bietet sich dazu der Silvesterlauf beim LCA an.

Die Strecke ist abgemessen, das Teilnehmerfeld so, dass keine Chance besteht zu gewinnen (der Gewinner des Silvesterlaufs ist ja der Verlierer der nächsten Saison), der logistische Aufwand überschaubar und die Infrastruktur hat alles was man so davor und danach braucht.
Ein besonderer Aspekt beim Silvesterlauf ist, dass es nur eine Gesamtehrung der ersten zehn- unabhängig vom Alter, abhängig vom Geschlecht- gibt.
Eigentlich wäre mein Ziel eine tiefe 36 gewesen. Aber 5 Wochen nach der OP, mit den Kniebeschwerden und dem damit verbundenen Trainingsausfall war das nicht sehr wahrscheinlich.
Beim Start ging es- wie eigentlich immer am Auensee- gut ab. Es bildete sich eine Spitzengruppe in der auch einige Läufer vertreten waren die ich nicht kannte. Dann Ronny, André, ein Unbekannter und dann ich. Mal kurz durchzählen…, ah ja Platz 11 und hinter mir hörte ich reichlich Schritte und keuchen. Zu Ronny und André waren’s schon ca. 30 Meter, zu weit. Gut, dann machst Du eben mal wieder eine eigene Gruppe auf und spielst die Lokomotive.
Nun zeigte sich auch der eine oder andere Mitläufer. Jörg Hoyer und Jörg Matthé waren dabei. Nicht schlecht!
So gingen dann Kilometer um Kilometer vorbei. Ab und an wurde die Führung mal gewechselt und wir kamen Ronny immer näher. Bei Kilometer 9,5 ließ ich mich zurückfallen und konnte dann mal kurz Dirk Henning begrüßen. Schön, dass Du wieder fit bist Dirk!
Nur dass das nicht falsch verstanden wird: Das Zurückfallen war kein Akt der Großzügigkeit. ich kann nicht spurten und akzeptiere das.
Im Ziel war ich dann 14. (Jörg Matthé hatte sich den 10. Platz geholt und war damit erster unserer Gruppe) mit 36:49 (gestoppt hatte ich 36:45). Das ist ausreichend für das was jetzt kommen soll.
So richtig gefreut habe ich mich aber für und über André.
35:29
Und das alles nur weil er mal 6 Wochen konsequent Grundlagen trainiert hat. Ohne Tempoläufe, Intervalle und allen anderen Schnulli. Genauso geht’s!!!
Und ich mache das jetzt auch.