>Silberseelauf 2009

>Gegen die Organisation des Laufs gibt es nichts zu sagen. Problemloser Ablauf mit zügiger Siegerehrung ohne lange Wartezeiten.

Die Gegend ist auch sehr schön und gehört zu meinen bevorzugten Laufrevieren.
Mittwochs 18:00 Uhr lässt sich auch sehr gut in den Trainingsplan integrieren, ohne große Umstellungen vornehmen zu müsse.
Aber irgendwie kann ich mich trotzdem nicht in den Silberseelauf verlieben.
Ich brauche Regelmäßigkeit! Gleichförmig will ich einen Fuss vor den anderen setzen. Geht es mal leicht bergauf, gut, dann muss eben etwas mehr Kraft aufgewendet werden um die Gleichförmigkeit zu erhalten, geht es bergab wird leicht gebremst.
Aber beim Silberseelauf gibt es so einen Kleingartenhighway. Eigentlich nicht gebaut, dass da die Kleingärtner mit ihrem Auto so weit an ihr kleinbürgerliches Rückzugsgebiet heranfahren können, dass die Kalorienverbrennung durch den Transport des Grillguts vernachlässigbar ist, wird der Weg nur benutzt und nicht gepflegt. Schlagloch auf Schlagloch hat sich tief in den grauen Sand eingegraben und war durch den Regen der Vortage (wie eigentlich fast jedesmal) gut gefüllt.
So musste bei den 4 Runden auf jeweils ca. einem Viertel vom harmonischen Prestissimo (zumindest gefühlt) auf einem Free Jazz gleichen Wechsel umgeschaltet werden, wobei die Erholungsphase nach der Passage jedesmal ausgedehnt werden musste.
Nach dem Start und den üblichen 2 Kilometern mit den Optimisten, die erst wieder nach hinten durchgereicht werden mussten, waren vorne 3 und wir eine Gruppe von 6. Mit Ronny, Olaf und Karsten  hatte ich ja schon letztes Jahr das gemeinschaftliche Vergnügen. Dazu hatten sich dann noch Pierre und Alexander gesellt. Karsten fiel dann irgendwann ab, auch das war nicht neu, Alexander musste schon zu früh zu tief atmen als und bei Pierre war ich mir sicher, dass er ja sowieso wieder zurück fällt und von Jonny gekascht wird.
Mit Beginn der 4. Runde zogen Olaf und Ronny an, Pierre musste ein Lücke zu lassen und ich konnte auch nicht an Pierre dran bleiben. Respekt! Da hatte er offensichtlich im Urlaub einiges trainiert. Hinter mir war nichts mehr zu hören. Also, durchlaufen und versuchen den geplanten 3:40er Schnitt zu halten.
An der Huckelpiste war dann wieder die Luft knapp und klar, dass in Richtung Pierre nichts mehr geht. Dieses Jahr habe ich zwar noch Luft bekommen, doch so richtig gereicht hat sie nicht.
Aber einer der Führenden (habe nicht mitbekommen wer das war) war auf Sichtweite und von Olaf und Ronny schon geschluckt. Pierre sollte ihn auch gleich haben und ich würde ihn wohl auch noch kriegen. Ca. 1 Kilometer vor dem Ziel ging er dann raus, wollte sich wohl nicht der Schande hingeben hinter mir ins Ziel zu kommen- verstehe ich.
Bei einem kuren Blick nach hinten sah ich auf einmal Dirk. So ungefähr 850m vorm Ziel zog er dann ganz locker an mir vorbei. Ganz saubere Leistung.
Im Ziel war ich dann bei 1:13:28 als 6. Das sind ziemlich exakt die 3:40 die ich mir vorgenommen habe nur war’s wieder viel zu schwer erkämpft.

Ein Gedanke zu „>Silberseelauf 2009

  1. Hannes

    >Viel zu schwer erkämpft? So klingt der Bericht gar nicht. Der klingt irgendwie nach „Dann bin ich eben gelaufen, die anderen waren schneller, ist halt so – und gut“ – von großem Kampf keine Spur. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass du (vor allem bei dem Boden) für so eine Zeit ordentlich kämpfen musstest.

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