>Lustverlust

>Ich hatte die Idee, in Vorbereitung auf Berlin, Chemnitz als Trainingsmarathon zu absolvieren.

Für einen Trainingsmarathon braucht man ja keine Vorbereitung. Also diese Woche das Training ein bisschen zurück geschraubt und dann auf nach Chemnitz.
Kay Weber hatte gemeldet und am Start traf ich dann auch noch Steffen König. Sieg war also ausgeschlossen und so konnte ich mich auf meinen Trainingslauf konzentrieren, dachte ich. Den Kilometerschnitt hatte ich auf 3:55 festgelegt, ein Tempo das locker möglich sein sollte.
Gleich zum Start Kopfsteinpflaster und es war schwierig die Übersicht zu bekommen, weil alle Wettbewerbe zusammen gestartet wurden. So nach und nach sickerten dann die Informationen durch. Steffen König und ein anderer Läufer waren vorne, dann wir in einer Dreiergruppe, Kay Weber war dabei. Wir waren etwas zu schnell, die ersten 5 Kilometer in 18:41, eigentlich viel zu schnell. Ich musste nun entscheiden, ob ich alleine weiter laufe, oder bei den anderen beiden bleibe. Ich entschied mich für Letzteres und versuchte das Tempo von vorne zu kontrollieren. Die Strecke war so überhaupt nicht mein Ding. Einige fiese Warzen, ein kurzer, heftiger Anstieg zur Brücke (2x pro Runde), teilweise Parkwege, LäuferInnen die überrundet werden mussten, wobei man aufpassen musste nicht mit den entgegen kommenden zusammen zu prallen, mehr Kurven als ich vertrage und teilweise dann auch noch Gegenwind, da bin ich immer noch traumatisiert.
Beim Halbmarathon sind wir mit einer 1:21 durch und kurz danach zog Kay unwiederstehlich an. Bei Kilometer 22 standen dann Ines und Annemarie, ich lief kurz langsamer, um sie zu informieren, dass ich keine Lust mehr habe. Dadurch entstand dann eine Lücke zum nächsten Mitstreiter, was mir aber völlig egal war. Ich fing an eine Bestandsaufnahme zu machen. Mein Knie tat weh, ich hatte mir einen Wolf gelaufen (die selbe Hose hat bei zig Marathons keine Probleme gemacht), die Kilometerzeiten kamen den 4:00 bedrohlich näher und ich hatte so gar keine Lust mehr. Zwischen Kilometer 28 und 29 standen dann meine Liebsten wieder und ich habe dann an diesem Punkt das Training beendet.
Fazit:
– guter Trainingslauf
– Marathon als Trainingslauf ist nichts für mich
– ich brauche flache Asphaltstrecken
Sicherlich wäre es schöner in einer ordentlichen Zeit quietsch fidel angekommen zu sein, aber manchmal ist es wahrscheinlich einfach besser nicht zu kämpfen.

Ein Gedanke zu „>Lustverlust

  1. Stemi

    >Schade, schade. Aber so hast du auch auf deinem 11.(?) Marathon immer noch was dazu gelernt. Und ein netter Familienbesuch inlusive.

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