Archiv für den Tag: 22. Juni 2009

>Autoverkäufertricks

>Es passiert immer wieder. Da will man sich einfach bloß mal so einen Rolls Royce, Maybach, Bentley oder Dacia angucken, rein aus unmotiviertem Interesse, da wird der Autoverkäufer plötzlich ganz nett, gibt einem das Gefühl, dass man sich schon ewig kennt und damit in gewisser Weise füreinander verantwortlich ist, plauscht so ein bisschen privat und dann kommt der vernichtende Spruch:

Setzen Sie sich doch mal rein!
Und kurze Zeit später hat man dann noch ein Auto, das man nicht braucht.
Wer kennt das nicht?
Die Firma Tri11 (sprich tri elleffen, nicht TRILL!) hat sich das oben grob beschriebene Konzept zu Nutze gemacht und bietet Neoprenanzüge zum Testen an. Man bestellt 2 Größen (kostet nüscht), bekommt die geliefert (kostet nüscht), testet die eine Woche (kostet nüscht), lässt sie wieder abholen (kostet nüscht). Man kann das ganze ja dann noch in markige Aussagen packen (z.B. wir sind von unserem Produkt so überzeugt…, wir sparen teure Vertriebskanäle ein…, etc.).
Pünktlich Freitag kam dann mein bestelltes Paket (Größen M und SM, natürlich passt mir die SM) und es ging gleich zum 1.000 Meter Testschwimmen.
Nun habe ich gelernt, dass es im wesentlichen 2 Preisklassen gibt 150 bis 250 Euro und 500 bis 600 Euro. Der Tri11 Red (es gibt zur Zeit nur einen) soll, auch nach Einschätzung des Tests in der „Triathlon“ in die Oberklasse gehören.
Da ich ja Donnerstag mit der Einsteigerklasse geschwommen bin war der Vergleich im Prinzip unmittelbar.
Bei der Lieferung des Pakets dachte ich, dass die sich vertan haben müssen. Da passt nie im Leben ein Neo rein, geschweige denn derer zwei. Passten aber und obendrein waren auch noch ein Startnummernband, eine Chip-Fußfessel und eine Oberrohrtasche (für das Oberrohr am Fahrrad) dabei. Die Neos waren separat in Turnbeutel eingepackt.
Mein liebr Schwan! Das Packmaß ist ja schon mal ein gewaltiger Unterschied, aber für mich nicht so wichtig, hätte ja genug große Autos, wenn ich sie bräuchte.
Dann mal angezogen und es hat gar nicht so weh getan und was weh getan hat, dafür konnte der Anzug nun wirklich nichts.
Beim Schwimmen dann war der wahre Unterschied zu merken. Genau da wo man den meisten Auftrieb braucht ist er am dicksten und an den Armen so dünn, dass es keinen Grund gibt den Ellenbogen schön nach oben zu bringen. Ich habe sogar versucht mal mit „Achseltipp“ zu schwimmen und es ging völlig problemlos. Und schneller ist er auch noch, viel schneller.
Hätte ich mich bloß nicht reingesetzt. Dass ich immer wieder auf diese Tricks rein falle.