Archiv für den Tag: 24. August 2009

>Wann ist der Mann ein Mann

>Wir haben ein Recht darauf dich zu erkennen,
auch nickende Masken nützen uns nichts.
Ich will beim richtigen Namen dich nennen,
und darum zeig mir dein wahres Gesicht.

Sag mir, wo du stehst,

Sag mir, wo du stehst,
usw.

Der Mensch muss kategorisieren. Gut oder böse, richtig oder falsch, schwarz oder weiß, links oder rechts, Mann oder Frau.
Und keineswegs darf man selbst entscheiden was man ist, das müssen schon andere tun. Das Ur-Teil erkennen durch Kardinalgriff oder Gentest. Beides geht nie, das darf nicht sein. Da muss abgeschnitten oder zugenäht werden was die Eindeutigkeit verletzen könnte. Verletzungen zur Verhinderung das sich das wohlgeordnete Weltbild verletzen könnte.
Wir lassen uns doch kein X für ein Y vormachen!!!
Ich denke mal, dass viele bei der WM im 800m Finale einen Mann gewinnen sehen haben. Ich auch. Aber zählt was wir sehen? Können wir entscheiden, ob da eine Frau oder ein Mann gelaufen ist? Zählt als was man erscheint oder als was man sich fühlt? Und hat mal einer gefragt wie sich Mokgadi Caster Semenya, die im übrigen als normales Mädchen aufgewachsen ist- wie ihre Familie und Freunde berichten, jetzt so fühlt?
Aber da ja der Konkurrenzkampf unsere Triebkraft ist müssen wir schön in Geschlechter, Klassen und Rassen einteilen, damit wir unsere Leistungen relativieren können und damit einen Schein von Gerechtigkeit erzeugen. Aber wir sind dabei immer so inkonsequent! Warum gibt es nicht zur Geschlechter- noch eine Rassenwertung? Oder eine Religionswertung? Der Ramadan ist eine sehr große Belastung für das Ausdauertraining! Eins Schwanzlängenwertung (je größer, desto lästiger beim Laufen), eine BMI-Wertung, eine Vegetarier-/Veganerwertung, eine IQ-Wertung, eine Verdienstwertung, eine Politischeausrichtungswertung, eine Homosexuellenwertung, eine Schönheitswertung (die B-Note beim Laufen) usw.? Irgendwie könnte dann- durch geschickte Kombination der Wertungen- jeder gewinnen. Oh Mist! Darum geht’s ja nicht! Es geht doch darum, dass die anderen nicht gewinnen.