Archiv fĂŒr den Monat: Dezember 2009

>Eclipse

>Vor 2 Wochen ein kleiner Teilbetriebsausflug nach Wien. Ich dachte, da wir vorher noch einen Abstecher nach MĂŒnchen machen mussten, dass Auto als Transportmittel flexibler ist und billiger als Fliegen ohnehin. Zug war leider, nach Abchecken des Fahrplans keine Alternative.

Also Montag MĂŒnchen, dann abends nach Wien, dort insgesamt ca. 100,– ParkgebĂŒhren gelassen, die Tage in fensterlosen MeetingrĂ€umen verbracht und ein Hotelbett in dem mein Körper und mein Geist einfach nicht schlafen wollten (das Hotel war gesponsert und eigentlich schaut man ja einem geschenkten Gaul nicht ins Maul und so schlimm wie’s jetzt klingt war’s auch nicht, aber in dem Bett konnte ich einfach nicht schlafen).
Donnerstag nachmittag dann zurĂŒck und alles war gut, dachte ich.
Doch am Freitag hatte ich dann die Gewissheit: einen A6 werde ich mir definitiv nie kaufen. Kopfschmerzen durch Blockierungen im Hals-/BrustwirbelsÀulenbereich sind schon was ziemlich unangenehmes. Aber es sollte noch schlimmer kommen:
Gegen Freitag mittag dann war die Welt plötzlich weich gespĂŒlt. Die RĂ€nder des Sichtfelds waren verschwommen und mit MĂŒhe und Not konnte ich mich an den Vornamen des einen oder anderen Kollegen erinnern. Zumindest war ich aber noch so klar zu wissen, dass das nicht normal ist und woher es kam. Also habe ich dann wie ein Junkie erstmal versucht an Diclofenac ran zu kommen. Jens (in dem Moment keine Ahnung, wie er mit Nachnamen heiß) hatte noch ein paar Voltaren Dolo da. Zwar bloß so was wie unterdosiertes Methadon aber der Dealer (Deckname: Apotheke) ist ja nur 300 m weg. DafĂŒr hat das erstmal gereicht. Der Apotheker hat dann irgendwas von Rezept gefaselt und ich habe nur gesagt: Hey, ich brauch was, gib mir was Du hast!“. Von den Ibuprofen 400 kann man ja auch 3 StĂŒck auf einmal nehmen. Die Sache mit den Rezepten muss ich wohl nicht verstehen. Die haben dann zwar etwas gebraucht, aber als sie dann wirkten war ich wieder richtig (zumindest nach meinem Maßstab) bei Sinnen.
ICH BIN CARSTEN UND ICH BIN KLARDENKER.
HALLO CARSTEN
An so eine Ultrablockierung laboriere ich dann normalerweise noch 2-3 Wochen rum. Willi muss mich dann zunĂ€chst mehrmals tĂ€glich, dann tĂ€glich, dann 2-3 mal pro Woche Deblockieren, bis das dann sein RĂŒcken nicht mehr mit macht. Als erstes verschwindet dann das TaubheitsgefĂŒhl in den Armen, dann werden die Kopfschmerzen derartig reduziert, dass- mit ZĂ€hne zusammenbeißen- sogar das Binden der SchnĂŒrsenkel wieder möglich wird und irgendwann tun dann nur noch die „Knochen“ weh und das ist ja dann schon wieder mein Idealzustand.
Das wichtige aber: schon wenn das TaubheitsgefĂŒhl in den Armen leicht reduziert ist kann, oder soll sogar wieder trainiert werden. Und nur darauf kommt’s ja an!
Also konnte ich vorige Woche wieder ins Traning einsteigen und am Sonnabend hatte ich mit 29 Kilometern schon wieder den Lauf absolviert den ich mir genau fĂŒr diesen Sonnabend vorgenommen hatte.
Sonntag habe ich mich dann hingesetzt und mir Gedanken gemacht wie ich bis zum 21.12. (da fÀngt der 18 Wochen Plan an) trainiere und parallel noch an ein paar angeforderten TrainingsplÀnen gearbeitet.
Sonntag am Abend registrierte ich dann ein leichtes Kratzen im Hals, das sich dann am Montag morgen zu Halsschmerzen entwickelt hatte und Montag nachmittag wusste ich dann, dass das eine ganz klassische Angina ist. Und mit der sitze ich jetzt gerade im Zug von MĂŒnchen nach Leipzig. Die Hinfahrt gestern hat mir schon nicht gut getan, dann Aufenthalt in klimatisierten RĂ€umen und viel geredet, da freut sich FrĂ€ulein Angina so richtig und entwickelt sich zur Reizangina, oder so.
Also werde ich wohl diesen Sonntag einen neuen Plan fĂŒr mich machen mĂŒssen…