Archiv für den Monat: Januar 2010

>Agenda 2010

>Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin. Und den will ich dieses Jahr abholen. Das erste Mal gar nicht erst gestartet, das zweite Mal immerhin bis Kilometer 10 gekommen und dieses Jahr- beim dritten Mal- sollte es doch endlich klappen mit dem Durchlaufen des Brandenburger Tors.
Um das zu gewährleisten habe ich meine Trainingsplanung umgestellt. Wahrscheinlich laufe ich den Leipzig Marathon im April, aber speziell vorbereitet wird er nicht. Um mein Kniegelenk zu schonen werde ich mehr Rad fahren, Dehnungs-, Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen werden eingebaut und die Schwimmeinheiten sind als wichtiger eingestuft als die regenerativen Laufeinheiten (15k@4:30).
Durch Triathlontraining schneller laufen heißt das Experiment.
Mal sehen, ob’s gelingt, die Chancen sind wesentlich größer als bei anderen- gleichnamigen- Agenden.

>Abschied von 2009

>Die Erkältung erwies sich dann schließlich als verschleppte Kieferhöhlenentzündung. Jens wies mich daraufhin, dass es das erste Mal war, dass ich mehr als einen Tag wegen Krankheit der Firma fernblieb.
Man wird eben älter, weicher und weinerlicher.
Also war ich erstmal damit beschäftigt die erhebliche Menge an Eiter irgendwie aus dem Kopf zu bekommen. Ich will da nicht so ins Detail gehen, aber ganz fertig bin ich immer noch nicht. Unterstützt wurde das ganze noch von einer formidablen Dosis Antibiotika, Schleimlösern, diversen Tees, verschiedensten homöopathischen Mitteln, mehreren Kilogramm Krügerol, unterschiedlichsten Schmerztabletten und einigen Sachen, die ich hier- aus rechtlichen Gründen- nicht nennen will und an die ich mich auch nur noch dunkel zu erinnern vermag.
Natürlich- wie sollte es auch anders sein- entwickelte sich auch eine Bronchitis, gewissermaßen so als Nachwehe.
Keine idealen Trainingsvoraussetzungen!
Dennoch habe ich in der Weihnachtszeit 2 kleine Runden (6 km) gedreht und dabei penibel darauf geachtet nicht tief ein- und auszuatmen. Zwischen Weihnachten und Silvester waren die Schwimmhallen so leer, dass man trainieren konnte. Und da das desinfizierte Wasser ja ohnehin Balsam für die oberen Atemwege ist habe ich das gleich 3 Tage hintereinander ausgenutzt.
Allerdings war wieder zu merken, dass ich wohl nie ein mittelmäßiger Schwimmer werden kann. Und wenn selbst der Schwimmtrainer sagt, dass man mit meinem Körper vielleicht einigermaßen rennen, jedoch niemals auch nur ansatzweise so schwimmen kann, dass man bei einem Wettkampf nicht einfach nur peinlich ist, dann sollte man sich wettkampfmäßig vielleicht doch ausschließlich aufs Laufen konzentrieren und die Flausen Flausen sein lassen.
Bloß mit Laufen war ja seit Ende September auch nicht so viel los. Der leichte Weg ist nie der richtige und eine Bestandsaufnahme (dem Elend ins Auge blicken) musste ja ohnehin gemacht werden und was bot sich da mehr an als der Silvesterlauf. Das gute dabei ist auch, dass es nur eine Ehrung der ersten zehn gibt und es bei meiner derzeitigen Form ausgeschlossen sein da mitzuspielen.
Der Wald war als nicht belaufbar eingestuft worden und so ging es 6 Runden um den Auensee. Vom Start kam ich ganz gut weg und war schon nach relativ kurzer Zeit ganz gut eingeordnet. Dann lief Dirk an mir vorbei. Er hatte diesmal keine Chance sich im Starterfeld ganz hinten einzuordnen. Ich testete mal sein Tempo an- zu schnell. Also weiter mit Gregor. Irgendwann war dann Gregor weg und dafür Ronald da. Ab der 2. Runde gingen die Überrundungen los und spätestens mit Beginn der 3. Runde hatte ich überhaupt keinen Durchblick mehr. Über 300 Leute auf ca. 1,6 km, das ist zu viel um da die Übersicht zu behalten. ich wusste, dass die beiden Christians, Jörg und Steffen vorne waren. danach kamen Dirk und Karsten und zwischen uns mussten noch 2-3 Läufer gewesen sein. Sollte es doch noch für die Top 10 reichen?
Mein Tempo war nun langsamer geworden. Ich hatte jetzt Kilometersplits von 3:50 bis 3:54. Allerdings war jetzt auch ziemliches Slalomlaufen angesagt. Die Beine fühlten sich noch gut an, aber das Atmen war jetzt nicht mehr ganz so einfach. Egal, durchziehen!
Als es dann fast geschafft war zog Marc noch locker flockig an mir vorbei. Sauber gelaufen!
Im Ziel haben sich dann erstmal für 5 Minuten die Bronchien allgemeines Gehör verschafft, aber dann ging es schon wieder.
Am Ende waren es 37:49 für ca. 9,7 km. Zumindest weiß ich jetzt wo ich stehe und in ein paar Wochen geht’s ja wieder 6 Runden um den Auensee.
Die Ergebnisse sind zwar noch nicht online, aber auch als Verein war’s erfolgreich. Jörg ist 2. geworden, Dirk 5., ich 9. und Ronald 11.
Wieder mal ne Flasche Sekt gewonnen.