Archiv für den Monat: April 2010

>Von Wurzen nach Grimma

>Irgendwie scheint es sich unmittelbar vorm Leipzig Marathon mal wieder zum nicht ganz so Schlechten hinzuwenden.
Heute ging es mal wieder von Wurzen nach Grimma. Halbmarathon. Ein sehr guter Test zwei Wochen vorm Marathon. Voriges Jahr konnte ich hier mit dem 3. Platz die komplette LG eXa Podiumsbelegung klar machen. Nicht wiederholbar dieses Jahr, das war klar. Doch Platzierungen sind immer nur das Salz, die Zeit ist die Suppe.
Für mich war in erster Linie die Frage wie ich so blockierungsmäßig stehen würde. am Mittwoch, beim Glockenturmlauf, ging’s ca. 9 Kilometer gut. Deblockierungsübungen und ein Finalgonpflaster sollten Abhilfe schaffen.
Das Starterfeld war dieses Jahr von wesentlich höherer Qualität- wie man so schön sagt.
Nach dem Start machte sich eine Dreiergruppe davon, Jörg war dabei und somit konnte nichts schief gehen, danach kam eine riesige Verfolgergruppe. Voriges Jahr war ich schon bei Kilometer 2 allein, allein. Diese Jahr waren wir da mindestens noch 15 Leute, die sich bis Kilometer 5 nach und nach auf 10 und dann auf 7 Läufer reduzierte. Dabei liefen wir ziemlich gleichmäßig einen 3:40er Schnitt und kamen bei Kilometer 10 mit einer 36:41 durch. Fairerweise muss hier eigefügt werden, dass wir Schiebewind hatten, aber den hatten ja schließlich auch alle.
Bei Kliometer 15, oder 16- so genau weiß ich das nicht mehr- wurde vorne in der Gruppe etwas beschleunigt und in gleicher Art und Weise entschleunigte ich etwas- dachte ich zumindest. Die Durchgangszeit bei Kilometer 20  mit 1:13:21 spricht da aber eine andere Sprache. Wir waren einfach zwischen Kilometer 10 und 15 zu schnell für mich.
Thomas hatte auch die Gruppe ziehen lassen und von hinten- wie sollte es auch anders sein- kam dann Dirk mit Lars Krause im Schlepptau.
So wurde es am Ende der 12. Platz. Eine Minute schneller als letztes Jahr und dabei 9 Plätze verloren.
Suppen können eben auch ohne Salz sehr gut schmecken.
Und das wichtigste: die Blockierungen waren zu spüren, blockierten aber nicht.

>Blockadepolitik

>Es lief wieder einigermaßen gut. Ich konnte halbwegs trainieren, gut kein Tempo, aber Tempotraining wird in der Marathonvorbereitung ja ohnehin völlig überschätzt.
Beim AOK Frühlingslauf hatte ich mir vorgenommen einen 3:40er Schnitt zu laufen. Am Ende waren es 3:41, damit konnte ich leben- auch wenn normalerweise 10 Sekunden auf 10 Kilometer eine Welt sind. Aber eine 10 km lange Strecke gibt normalerweise auch genügend Ausreden, wie Gegenwind, kurvenreich, alleine laufen etc. her.
Dann stand vorige Woche der Gegenbesuch beim Team Marathon in Brandenburg an. Ich hatte mich in die zweite Mannschaft gerettet, war somit derjenige mit der schnellsten Bestzeit und konnte im Vorfeld große Töne spucken.
In der ersten Mannschaft liefen Jörg, Jörg und Dirk, was schonmal auch phonetisch harmonischer wirkt. Ich durfte mit Ronald und Matthi laufen und für die dritte Mannschaft hatten wir Manuela überzeugt, die von Alex und Peter unterstützt wurde, oder umgekehrt- ist ja auch egal. Alex erhielt bei der Gelegenheit gleich mal seine Marathontaufe.
Der Lauf war sehr liebevoll organisiert und da die hiesige Ortspresse es nicht für wert hielt hier meine Zuarbeit, die ich an die LVZ geschickt habe:

Leipziger Mannschaften prägen das Bild beim 1. Brandenburger Team Marathon

Im Brandenburger Laufpark Gördensee fand am 27.03.2010 der erste Brandenburger Team Marathon statt. Dabei mussten 3 Läufer gemeinsam die komplette Marathondistanz absolvieren.
Gemeldet hatten 22 Mannschaften, von denen 17 das Ziel erreichten. Auf die Strecke, die auf Waldwegen durch eine sehr schöne naturbelassene Landschaft führt, wurden die Mannschaften von der Brandenburger Oberbürgermeisterin Frau Dr. Dietlind Tiemann geschickt.
Aus Leipzig waren drei Mannschaften am Start, die sich allesamt hervorragend platzieren konnten.
Jörg Giebel (SC DHFK), Jörg Richter und Dirk Henning (beide LG eXa) konnten den Gesamtsieg in 03:00:39 für sich verbuchen und verfehlten damit die magische 3 Stunden Grenze nur ganz knapp.
Zu absolvieren waren 6 Runden á 7 Kilometern. Auf den ersten 4 Runden liefen sie dabei mit Matthias Lappe, Ronald Speer und Carsten Paul (alle LG eXa) zusammen, die dann in 03:04:56 einen ungefährdeten 2. Platz belegen konnten.
Die Mixed Wertung konnte in 03:33:33 (!) die dritte Leipziger Mannsschaft für sich entscheiden. Die amtierende sächsische Marathonmeisterin Manuela Röder (SC DHFK) wurde dabei von Peter Fröhlich und Alexander Probst (beide LG eXa) unterstützt. Dabei belegten sie in der Gesamtwertung einen hervorragenden 4. Platz.

Seit einigen Wochen habe ich eine Blockierung in der Brustwirbelsäule die immer mal wieder versucht von ihrem Vetorecht gebrauch zu machen. Je länger die Strecke um so stärker die Forderung aufzuhören. Dabei tut sie was sie kann und ab ca. Kilometer 20 hatte sie nun entschieden, dass ich meinen Kopf nicht mehr bewegen können sollte. Ronald war ja der Meinung, dass man beim Marathon den Kopf nicht bewegen können muss, hat das aber offensichtlich noch nicht mal ansatzweise ausprobiert. Angekommen sind wir, Zeit haben wir auch nicht so viel verloren, aber ich hatte nach dem Marathon extremen Muskelkater in den Schultern und im Nacken und so richtig bewegen konnte ich mich immer noch nicht wieder.
Also, am Montag gleich einen Termin in der Medica gemacht und Physio, manuelle Therapie und einrenken, so weit es ging. Man, haben wir beide dabei geschwitzt…
Gestern nun wieder langer Lauf (nach nur wenig Training diese Woche) mit Christian und Ronald. Lief gut, bis Kilometer 20 und ca. nach 26 Kilometern war der Nacken wieder dicht. Zum Glück konnte ich diesmal die andern beiden ziehen lassen und kam mit dehnen und strecken, 500 Meter gehen, 3 Kilometer laufen, dehnen und strecken, 500 Meter gehen, 3 Kilometer laufen bis nach Hause.
Jetzt muss ich sehen, dass ich die Blockierung raus bekomme. Das heißt dann wieder, dass mindestens 2 Menschen in der Medica schwitzen.