Delivered – part 1

Kennt Ihr dieses Gefühl zu gleichen Teilen aus Angst und Vorfreude bestehend? Man ist aufgeregt, kann nicht schlafen, weil man sich entweder freut oder zu Tode ängstigt. Das Ereignis kommt auf einen zu – unausweichlich – und man weiß nicht wird es das geilste oder schlimmste was ich je erlebt habe, oder beides.
Genau dieses Gefühl hatte ich seit zwei Wochen und stand deshalb völlig unausgeschlafen am Start. Doch der Reihe nach…

Am Freitag (08.07.2011) fuhren Silke, Dirk S. und ich nach Büchenbach-Kühedorf um uns dort mit Dirk H. + Iris, André + Frau Landesmeisterin + Jule + Toni + Frank, Jens + Michaela zu treffen. Wie sofort zu erkennen ist, ja in Büchenbach-Kühedorf war unser Challenge-Basislager. Ein netter Gasthof mit deftiger Küche, einer hervorragenden Hollunderschorle – noch besser als Hollunder-Apfel-Schorle und – eine Challenge soll ja keine Erholung sein und Spaß machen – mit Alleinunterhalter am Keyboard. „Und zum Abschied schenkt sie mir ’ne Scheibe Gelbwurst“ war einer der dargebotenen Hits, zumindest war das was neues, im totalen Gegensatz zu den anderen Liedern, die eher am Text als der Melodie zu erkennen waren. Am Sonnabend, anderer Interpret, ähnliches Programm, als Höhepunkt ein Medley (oder sagt man da Potpourri?) von gefühlten zwei Stunden, bei dem nur (ich schwöre!) der Text und nicht Melodie und Rhythmus wechselten. Das war dann auch irgendwie eine beachtenswerte Leistung.

Sonnabend früh um sechs ging es dann das erste Mal in Richtung Roth – zum Einschwimmen im Kanal. Bei der Challenge Roth wird im Main-Donau-Kanal geschwommen, der dafür – und auch fürs Einschwimmen – extra für den Schiffsverkehr gesperrt wird. So eine Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen und Silke und ich wollten das auch nicht. Dirk begleitete uns, ging dann aber doch nicht ins Wasser. Hätte auch blöd ausgesehen so ohne Neo.
Für uns Topschwimmer ist es ja unheimlich wichtig sich mit dem Wettkampfwasser vertraut zu machen und die Schwimmtechnik exakt auf die örtlichen  Gegebenheiten anzupassen. Und wir konnten feststellen, dass in Roth in einem sehr schnellen Wasser geschwommen wird. Gleichzeitig nutzten wir die Gelegenheit die Radstrecke ein Stück abzufahren. Mit dem Auto fand ich beim Hochfahren, dass der Solarer Berg lächerlich ist. Später, dann beim Runterfahren und erst recht am nächsten Tag sah das völlig anders aus.
Schließlich waren wir dann ganz kurz vor neun wieder im Gasthof und fielen in den Frühstücksraum ein indem Dirk, Iris und die Landesmeisterfamilie schon saßen. Michaela und Jens hatten wir unterwegs schon bei der Ausübung des morgendlichen Lauftrainings beobachten können. Reichlich gegessen (ungefähr 1/20 von Andrés Portion) gequatscht und dann ging’s auf Startunterlagen holen.

Auf der „Expo“ habe ich dann noch ein bisschen was für die Konjunktur getan und dann mussten wir auch schon zum Rad-Checkin. Wenn ich nicht noch auf der Expo Anbauteile gekauft hätte wäre alles gut geworden, aber es kam ganz anders. In der Nähe des Rad-Checkins war ein Parkplatz in Form einer grob gemähten Wies auf der man für zwei Euro sein Auto abstellen durfte. Nichtmal 45 Minuten haben wir zum Vorbereiten der Räder benötigt und dann sind Dirk S. und ich zum einchecken gefahren. Als wir zurück kamen war Silkes Rad – Basis ein sehr seltener Colnago Rahmen – Totalschrott. ein Italiener mit nem Volvo XC 90 war drüber gefahren und der Meinung alles richtig gemacht zu haben. Noch mal zum Verstehen: ein Italiener fährt mit einem schwedischen SUV über ein Rad mit einem Rahmen aus einer italienischen Nobelradrahmenschmiede und tut das mit „was impossible to see“ ab.
Kauft keine italienischen Radkomponenten mehr!!!

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