Delivered – Epilog

Abzuliefern hieß anzukommen, das habe ich getan und ich bin uneingeschränkt stolz darauf. Hintereinander 3,8 km zu schwimmen, 180 km Rad zu fahren und 42 km zu laufen, ja ich kann das. Und: ja ich will das wieder tun. Es wird wohl so sein, dass ich versuchen werde jedes Jahr eine Langdistanz zu absolvieren.
Denn ich bin jetzt nicht nur Triathlet, nein ich fühle mich auch als Triathlet. Wenn mich ein Fremder fragt welchen Sport ich betreibe würde ich mit Triathlon antworten. Es ist einfach mehr als nur Laufen und beim Laufen ist ja das Ende der Fahnenstange (was ich auf alle Fälle noch zu erreichen versuche) ohnehin in Sicht. Außerdem ist richtiges Lauftraining wahrscheinlich Triathlontraining, das werde ich dann wahrscheinlich nächstes Jahr mal experimentell untermauern.

Und Hawaii?
Nach Roth soll ja Hawaii das zweitbeste Langdistanzrennen der Welt sein. Aber der Weg dahin gefällt mir nicht. Man muss sich in einem der Ironman Rennen qualifizieren. An sich ne super Sache, weil man kommt nur nach Hawaii, wenn man die entsprechende Leistung gezeigt hat. Von dieser Leistung bin ich noch ca. 1 Stunde entfernt, aber die ist – realistisch eingeschätzt – drin (Rad 40 Minuten, Lauf 20 Minuten). Nun habe ich aber schon seit Jahren kein Fernweh mehr und was da so mit der Ironmanserie passiert widert mich fast schon an. Dabei sind mir die Startgebühren für die Rennen egal. Es gibt keine unverschämten Preise, sondern nur Preise und es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob er den Preis bezahlen will. Ob das nun 400,– oder 650,– Euro ist mir dann auch egal.
Aber dieses ganze Drumrum, Kommerz habe ich im Beruf mehr als genung, da muss ich nicht auch noch in der Freizeit hinterher hecheln. Und dann soll ja bei diesen Veranstaltungen – auch aufgrund der Teilnehmerüberbuchung – das Windschattenfahren, drafting, lutschen so abartig verbreitet sein, dass man zum Außenseiter wird wenn man fair fährt.
Ich weiß nicht!

Nächstes Jahr wieder Roth wäre auch nicht so prickelnd und so liebäugele ich mit Kopenhagen. Ich mag Skandinavien und die Skandinavier, der Reiseaufwand hält sich in Grenzen und es ist eine Challenge Veranstaltung.
Gegenargumente? Keine!

Also, nach der Challenge ist offensichtlich  – für mich – vor der Challenge.

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