Hefte raus – Leistungskontrolle!

Gestern 18:00 erster und einziger schneller Lauf, erster und einziger Lauftest vor Frankfurt.
Es gibt viel zu wenige 12 km Läufe. Das lässt sich nämlich super rechnen. Der klassische 4er Schnitt sind 48 Minuten 10 Sekunden/km entsprechen exakt zwei Minuten – perfekt. Zwischen 46 und 48 Minuten war das Minimalziel.

Und um mit so einer Grottenzeit eine relativ gute Platzierung zu erreichen, habe ich ein paar Register ziehen müssen. In den Medien wurde so 19:00 Uhr als Startzeit verbreitet, 18:00 Uhr war aber die Zeit zu der der Startschuss fallen sollte.
Sorry Dirk!
Beim Abchecken des Startfelds machte sich Zuversicht breit. Top 50 sollte drin sein – für alle! Es ging – und schon wieder Schwein gehabt – relativ pünktlich los und nach der üblichen natürlichen Nachstartselektion (manchmal bin ich mir selbst unheimlich – ob meiner Formulierungsfähigkeiten – und ich betone hier, aus gegebenen Anlass, ausdrücklich dass ich Selektion niemals euthanasisch gebrauche!) war ich mit Kathrin hinter Olaf, Marc und Gregor auf Platz 4.
Läuft!

Allerdings war der erste Kilometer mit 3:42 einen kleinen Tick zu schnell, nicht gefühlt, nur gedacht. An der ersten von sieben Wenden hatte sich das Feld eingepegelt, vor mir Platz, hinter mir Kathrin, Jonny und Marcus mit kleinem Abstand.
Das Tempo fühlte sich nicht anstrengend aber ungewohnt an. Der Rhythmus war irgendwie nicht richtig da, aber zumindest die Kraft passte, im Gegensatz zum katastrophalen Halbmarathon in Halle.

Bei Kilometer sechs sah ih wie Gregor raus ging, das hatte ich nicht so erwartet und Kathrin überholte mich noch kurz vor ihrem Zieleinlauf, noch ohne mir ein „Hau rein!“ zuzurufen.
Olaf und Marc bzw. Marc und Olaf – ist ja auch egal – liefen vorne ein zweisames Rennen – sah schon gut aus und ich hatte Jonny und Marcus im Nacken.
Bei Kilometer sieben in etwa waren sie dann tatsächlich an mich rangelaufen, wie ich akustisch an Lauf- und Keuchgeräuschen registrieren konnte. Diese Respektlosigkeit durfte ich nicht einfach so übergehen und bei Kilometer acht war hinter mir nichts mehr zu hören.
Nun versuchte ich einfach bloß noch das Tempo zu halten und an der letzten Wende war der Abstand so groß, dass da nichts mehr anbrennen sollte. Tat es auch nicht, Mit knapp – ganz knapp – unter 46 Minuten ins Ziel, Silke hat das als sicheres daylight finishing bezeichnet und – das wichtigste! – es war locker.

Eine Zeit unter 2:50 sollte in Frankfurt, wenn nichts passiert, nicht das Problem werden.

Heute früh dann Punkt 8:00 die zweite Leistungskontrolle. Diesmal war das Ziel in 30 Minuten so viel zu schwimmen wie geht. Die gesamte Trainingsgruppe – außer Jens, der sich nach Frankreich verdrückt hatte – war angespannt. Nach Einschwimmen ging es los.
Ich startete mit 2er Atmung, ging dann zur 3er Atmung über und hatte das Gefühl wieder wie früher zu schwimmen. War wahrscheinlich auch so.
Ich hatte ausgerechnet, dass ohne Neo 1.300 Meter drin sein müssten, am Ende waren es 1.345.

Was ja ok ist, aber eben nur ok. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten acht Wochen meine Wasserlage an sich deutlich verbessert habe. Aber wenn man seine Arme bloß bis zum 120 Grad Winkel streckt kann da auch nichts werden. Da werden wir dann die nächsten Wochen dran arbeiten, denke ich mir so.
ich glaube nach wie vor dran, dass man die Schwimmtechnik auch noch im hohen Alter lernen kann. Es dauert nur länger. Ob ich so alt werde, dass ich das noch erlebe wird die Zeit zeigen.
Ich gebe das nicht auf und hoffe sehr, dass Julia auch nicht aufgibt!

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