Better Your Best

Wenn Asics das Motto „Better Your Best“ ausruft kann man das als Frontrunner powered by Asics ja nicht so einfach nur zur Kenntnis nehmen, man ist zum Handeln aufgerufen.

  • Der erste Gedanke: „Wie soll das gehen mit über 50 Jahren?“
  • Der zweite Gedanke: „Na ja, vielleicht geht ja was mit altersbereinigten Werten?!“
  • Der dritte Gedanke: „Ich bin ja noch nie 3.000 m Hindernis gelaufen.“
  • Der vierte Gedanke: „Also, es gibt ja da so einiges an Möglichkeiten…“
  • Der Beschluss: „Nicht denken, machen!“

Ende letzten Jahres war ich körperlich und seelisch abwrackprämienreif. Lösungen mussten her. Die erste Lösung war Ballast abzuwerfen und mich von unnötigen Aufgaben und Menschen zu befreien. Der Kopf wurde freier, ich bekam so langsam wieder Luft. Und dann kam ich, dafür kann ich meiner Orthopädin Susanne Leinung nicht genug danken, zum Yoga.
Yoga schein letztlich das zu sein was ich mein ganzes Erwachsenenleben gesucht und vermisst habe. Ich bin jetzt wieder eine Einheit. Ich praktiziere jetzt seit vier Wochen täglich mindestens einmal und habe in dieser ganzen Zeit nicht ein einziges Mal solche Schmerzen gehabt, dass ich überhaupt darüber nachgedacht hätte eine Schmerztablette zu mir zu nehmen.
Katja Ide hat mir ein Programm zusammengestellt und beigebracht, dass ganz ganz genau auf mich passt und mir hilft die körperlichen Schäden die ich mir in den letzten Jahrzehnten zugefügt habe allmählich zu flicken.
Danke Katja!

Zurück zum Laufen:
Es macht wieder Spaß und ich laufe nur noch wenn es mir Spaß macht. Keine festen Termine mehr, kein Muss, kein Druck, kein Kampf, kein Krampf. Nicht in den Schmerz tief hinein laufen, nicht über den Schmerz hinweg laufen. Training darf nicht Verpflichtung, nicht Muss sein. Training darf nicht nur Spaß machen, Training sollte Spaß machen – ich nenne es nicht mal mehr Training.
Im gleichen Maße wie das für mich gilt, gilt das nicht für die von mir trainierten Sportsfreunde!!!
Und ich mache es nur für mich und fast immer ganz allein – das tut mir am besten. Überhaupt fühle ich immer mehr was mir wirklich gut tut und was nicht. Nachdem ich nun auch noch auf Koffein verzichte lebe ich völlig frei von jeglichem Drogenkonsum.
Und damit will ich my best bettern?
Genau damit!
Ich bin in einer so guten körperlichen und seelischen Verfassung wie seit Jahren nicht. Privat und sportlich ist alles weitgehend so wie es sein soll und die großen beruflichen Probleme löse ich in der nächsten Zeit auch noch auf. Was sollte mich also nun noch aufhalten? Zumindest nicht mehr ich mich selbst. Neulich, beim Läufchen mit Carsten Eich, ist mir das im Gespräch klar geworden. Die körperliche Fitness ist das Fundament, die Fokussierung die Wände, der (unverkrampfte) Kopf das Dach. Und erst alles zusammen ist das Haus. Carsten hat mir erzählt wie er an seinen Europarekord Lauf ran gegangen ist- ohne Druck. Man lernt immer dazu, auch im hohen Alter. Und wenn sich mal die Gelegenheit ergibt von einem der Besten zu lernen wäre man ja schön blöd, wenn man dann nicht seine Lehre draus zieht.
Es wird dauern bis zur gebetterten Best, aber mir Zeit  zu nehmen ist ja- unter anderem das- was ich gelernt habe.

Ein Gedanke zu „Better Your Best

  1. Ste Mi

    Ich hab mir das auch abgewöhhnt mit dem Krampf. Wenn es Spaß macht, machts einfach mehr Spaß.
    Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg.
    Gruß Stemi

    Antworten

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