Rules

Rules OF Long distance running (ROFL)

Sie gehen mir gehörig auf den Sack! Diese ständigen Diskussionen über Streckenlängen, die Jogger, die aus den ersten Reihen starten, die Poser, die Schwätzer- kurz: alle die die in die Laufszene ausgewandert sind und sich nicht an die Regeln halten. Wenn ich Teil einer Gemeinschaft sein will muss ich mich dieser Gemeinschaft unterordnen. Oder sind wir etwa schon mitten in der Joggerisierung des Läuferlandes?
Vielleicht ist es ja auch nicht böse Absicht, sondern nur Unwissenheit? Und da ja Wissen Macht ist und man ja auch einen Bildungsauftrag hat, schreibe ich einfach mal die Regeln auf.

Version 2 – 14.08.2015


  1. Es wird sich geduzt
    Unter Läufern (wenn ich Läufer oder Jogger o.ä. schreibe schließe ich immer an erster Stelle Läuferinnen ein) gibt es nur eine leistungsbasierte Hierarchie (schneller oder langsamer). Da die schnelleren Läufer ohnehin cool sind legen sie auch ausdrücklich Wert darauf nicht gesiezt zu werden.
  2. Man grüßt sich
    Bei Begegnungen auf der Laufstrecke wird sich durch gegenseitiges Grüßen gegenseitiger Respekt bezeugt. Normalerweise erfolgt der Gruß durch anheben/winken einer Hand, aber auch ein kurzes (cooles) Nicken kann als adäquates Grüßen akzeptiert werden. Der langsamer erscheinende Läufer grüßt immer den schneller erscheinenden Läufer zuerst.
    Ausnahme von dieser Regeln sind Wettkämpfe und Laufstrecken mit einer durchschnittlichen Läuferbegegnungsdichte von mehr als drei Läufern pro Minute (z.b. Alster und Englischer Garten).
    Bei Überholvorgängen obliegt es allein dem überholten Läufer den überholenden Läufer zu grüßen. Ein Erstgrüßen des Überholenden könnte als Herablassend wahrgenommen werden. Es sei denn man kennt sich.
  3. Die Einordnung im Startbereich erfolgt nach dem Leistungsvermögen
    Die Einordnung und Sortierung des Feldes nach dem Start ist eine kritische Situation. Es ist eng, Drängeleien sind fast nie auszuschließen. Sind dann noch Läufer mit stark unterschiedlichen Starttempi beteiligt führt das unausweichlich zu einem erhöhten Sturzrisiko. Es ist einfach: die Anzahl der Gesamtteilnehmer abschätzen, die Läufer pro Reihe zählen, dann überlegen wo man in etwa ankommen wird und schon weiß man wo man sich in etwa hinstellen sollte. Wenn man so geil ist auf ein Startfoto zu kommen muss man ganz einfach so schnell laufen, dass ein Einordnen in den ersten Startreihen gerechtfertigt ist.
  4. Die Siegerehrung gehört zum Wettkampf
    Was muss das für ein Gefühl sein als Dritter in der Altersklasse alleine auf dem Podest zu stehen?  Insbesondere wenn man diese Platzierung vielleicht das erste Mal geschafft hat und stolz wie Bolle ist. Oder wenn man in der AK 80 gelaufen ist und nur noch vor einer Hand von Zuschauern geehrt wird.
    Auch der Veranstalter sollte mit der Teilnahme an der Ehrung geehrt werden. Eine Laufveranstaltung auf die Beine zu stellen und durchzuführen ist harte Arbeit im Ehrenamt.
    Wer Respekt bekommen will sollte sich auch respektvoll verhalten. 
  5. Die Streckenlänge ist so lang wie es in der Ausschreibung steht
    Ja, wir leben in Zeiten von GPS-Uhren und die Strecke wird gewissermaßen en passant mit gemessen. Wer der Messung per GPS-Laufuhr glaubt sollte einfach mal so einen 10 Kilometer Wettkampf als Physik Experiment sehen und eine Fehlerprotokoll anfertigen.
  6. Bestzeiten gelten nur auf offiziell vermessenen Strecken
    Da alle üblicherweise verwendeten Steckenvermessungsmethoden ungenau sind ist die einzige Möglichkeit, Zeiten halbwegs objektiv vergleichbar zu machen, ein einheitliches Messverfahren zu wählen und damit Streckenvermessungen zu standardisieren.
    Dafür gibt es dann offizielle Vermesser die Strecken offiziell vermessen, der Veranstalter schickt das offizielle Vermessungsprotokoll offiziell zum DLV der dann die Strecke offiziell als offiziell vermessen bestätigt.
    Liste
  7. Die Joggergrenze liegt bei 40 Minuten auf 10 Kilometer
    So lange man nicht mindestens einmal auf einer offiziell vermessenen Strecke schneller als 40 Minuten auf 10 Kilometer gelaufen ist darf man sich nicht offiziell als Läufer bezeichnen. Die dann richtige Bezeichnung ist Jogger.
  8. Die Walkergrenze liegt bei 7 Minuten pro Kilometer
    Ist das Tempo langsamer als 6:59 min/Kilometer hat man sich als Walker zu bezeichnen und darf nur an Wettkämpfen teilnehmen die per Ausschreibung ausdrücklich für Walker freigegeben sind.
  9. Ein langer Lauf hat mindestens eine Länge von 28 Kilometern
    Um einen langen Lauf berechtigterweise langen Lauf zu nennen sollte er schon mindestens knapp zwei Drittel eines Marathons lang sein. Das entspricht 28 Kilometern.
    Dabei ist der Lauf in einem Stück ohne Unterbrechungen die länger als 10 Minuten dauern zu absolvieren. Abschnitte die nicht laufend (also mit einem Tempo unter 7:00 min/km) sind herauszubrechen. Dauern diese Abschnitte länger als zehn Minuten gilt der Lauf als unterbrochen.
  10. Zeitangaben sind stets korrekt zu machen
    Zeiten für Strecken unter 5.000 Meter interessieren nicht und werden verschwiegen. Bahnwettkämpfe werden in Metern Straßenwettkämpfe in Kilometern angegeben. Bei Zeiten über einer Stunde wird die Zeit in Stunden:Minuten:Sekunden angegeben. Ausnahme sind Halbmarathonzeiten unter 1:10. Diese werden in Minuten angegeben.


to be continued…

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