Asics Frontrunner Treffen 2015

Zusätzlich zum traditionellen Saisonabschluss in Frankfurt treffen sich die Asics Frontrunner einmal im Jahr in der Asics Zentrale in Neuss. Dort gibt es dann Schulungen, Informationen und ein Rahmenprogramm das es in sich hat.
Für dieses Jahr hatten sich 75 der insgesamt 125 Asics Frontrunner angesagt. Der Rest trieb sich in erster Linie auf Wettkämpfen und in Trainingslagern rum.
Jetzt, eine Woche danach, ist es Zeit für mich das Wochenende mal Revue passieren zu lassen.

Foto: Inger Diederich

Foto: Inger Diederich

Start war am Freitagabend in Dormagen. Ich hatte mich für das Flugzeug als Transportmittel entschieden (ökologisch eine Sauerei, ich weiß, aber gegenüber Zug hat mir das neun Stunden Wochenende mehr gebracht. Ich werde die ca. 190kg CO² aber in den nächsten Wochen mehr als kompensieren). Aufgrund der Landezeit habe ich es leider nicht zum Trailrun geschafft, Schade, ich hätte gerne in diesem Rahmen meinen ersten Trailrun absolviert.
Aber zum Essen und Trinken war ich pünktlich, bin allerdings relativ zeitig wieder abgedampft, weil am nächsten Morgen 7:00 Uhr Schwimmtraining  mit Max auf dem Plan stand.
Schwimmen!!!

Bild von Inger Diederich

Foto: Inger Diederich

Schlechte Technik und keine Kraft. Das beschreibt so in etwa meine Schwimmfähigkeiten. Außerdem war ich über ein Jahr nicht mehr im Wasser um es ernsthaft zu versuchen. Aber wenn man schon mal die Gelegenheit hat…
Ich habe mich mit mit Naui auf die Anfängerbahn verdrückt und dort sind wir heimlich, still und leise die Technikübungen mitgeschwommen. Ging viel besser als befürchtet und hat sogar Spaß gemacht. Zum Schluss gab es noch eine Funstaffel (10 Liegestütze, rein springen, rüber schwimmen, rausklettern, abklatschen). Allerdings fand das Training auf einer 50 Meter Bahn statt. Als ich dran war bin ich dann nach 25 Metern völlig eingebrochen und hatte extreme Probleme auf der anderen Seite rauszukrauchen. Dort lag ich dann in völliger Saurstoffleere und habe nicht mitbekommen wer am Ende gewonnen hat, ist ja auch egal. Warum das Funstaffel heißt erschließt sich mir aber so gar nicht, vielleicht weil die anderen Fun hatten?
Foto: Inger Diederich

Foto: Inger Diederich


Trotzdem bin ich jetzt extrem motiviert wieder ein regelmäßiges Schwimmtraining aufzunehmen.
Nach dem Frühstück war dann Theorie angesagt. Die Asics Strategie wurde erläutert und wir durften uns die Produkte für die diesjährige Herbst-/Wintersaison anschauen. Da kommen sehr coole Sachen auf uns zu.
Am Nachmittag dann die mysteriösen Asics Bahnmeisterschaften. Wir erfuhren erst kurz vor Start worum es geht und hätte ich das gewusst…
Vier Asics Frontrunner bildeten eine Mannschaft. Zwei pro Mannschaft mussten immer auf der Bahn zusammen laufen. Am Ende jeder Runde musste mindestens einmal gewechselt werden.
Meine Mannschaft bestand, neben mir noch aus Julia, Eileen, und Charles.  Da Eileen und ich eher nicht schnelle Bahnrunden laufen können, im Gegensatz zu Julia und Charles, war unsere (sehr geniale und die beste von allen Teams) Taktik, dass Charles und Julia immer drei Runden laufen würden und Eileen und ich uns jede Runde abwechseln würden.
Aber vorher stand noch ein Lauf ohne Uhr über 1.200 Meter an. ich hatte 5:17 geschätzt und bin 5:13 gelaufen. Nicht schlecht, reichte aber nur, gemeinsam mit einem größeren Pulk, für den undankbaren vierten Platz.
Und dann ging es los und es lief gar nicht so schlecht. Die erste Runde in exakt 80 Sekunden, dann, nach viel zu kurzer Pause, 77 gefolgt von 81, 82 und schon zog es wieder im rechten Oberschenkel hinten. Dementsprechend gingen die Zeiten nach unten (84, 82, 86, 84). Inzwischen hatten wir uns gut im Mittelfeld festgesetzt. Weder nach vorne noch nach hinten ging noch viel und die zu laufende halbe Stunde war auch bald um. Aber beim zehnten 400er, 30 Meter vor Ende der Runde, kam dann der berühmte kurze stechende Schmerz und das war“s.
Charles lief meine letze Runde mit und locker nach Hause.
Foto: Inger Diederich

Foto: Inger Diederich

Schön, dass man bei den Asics Frontrunner Treffen inzwischen auch Trainingseinheiten einschieben kann/muss/darf. Dass ich 80er Runden laufen kann reicht mir für den gegenwärtigen Stand der Saison. Laut Jack Daniels reicht das ja für eine Marathonzeit knapp über 2:40 😉
Gleich im Anschluss an die Bahnmeisterschaften (erstaunlicherweise waren wir nicht unter den ersten Dreien, ich tippe auf einen Zählfehler)  ging das Grillen los. Trotz des Nieselregens, der den ganzen Nachmittag anhielt, ließen wir uns die Stimmung nicht vermiesen und ich konnte die verbrannten Kalorien wieder auffüllen und- vorsichtshalber- noch einen gewaltigen Puffer drauf legen. Entgegen der üblichen Grillerei gab es ein sehr reichliches Angebot für Nichtfleischesser. Best BBQ ever!
Den gemeinsamen Lauf am nächsten Morgen musste ich dann leider weg lassen und konnte erst beim theoretischen Teil einsteigen. Da ging es dann zunächst erstmal um Verletzungsprophylaxe mit Matthias Marquardt. Auf den Punkt gebracht: es gibt keine medizinische Evidenz für irgendwas und einfach nur laufen reicht nicht. Lauf-ABC, Stabi, Ernährung, Periodisierung…
Weiß ich eigentlich alles, will ich mal wieder ab sofort nicht mehr immer, wider besseren Wissens, falsch machen. Schon mer mal… 
Michael Krell hat dann noch über Training unter Zeitmangel referiert. Auch das weiß ich und mache es immer wieder falsch: ich muss die ineffizienten Läufe weitgehend eliminieren.
Leider konnte ich dann den Praxisteil nicht mehr mit machen, weil ich zum Flieger musste. Schade!
Ich bin höchst motiviert, wenn auch verletzt, aus Neuss zurück gekehrt. Es ist immer wieder faszinierend die ganzen Asics Frontrunner zu treffen, mal ein ganzes Wochenende voll auf den Sport fokussiert zu sein und zu erfahren was Asics so vor hat. Das Frontrunner Programm ist einmalig und ich bin sehr glücklich ein Teil davon sein zu dürfen.
Und was mich vor allem immer wieder fasziniert, das ist das Klima unter den Frontrunnern. Da gibt es keinen Neid, keine Missgunst, kein Rumgezicke, kein Posen, kein Ranking oder sonstige Sachen die das Leben in „normalen Vereinen“ so anstrengend machen. Toll, was für eine Truppe da zusammengestellt wurde. Höchstwahrscheinlich liegt es auch dan den Regeln (s.u.) die Kihachiro Onitsuka (der Gründer von Asics) aufgestellt hat und an die sich auch wir Asics Frontrunner halten.
Arschlochquote = Null.

First Law:
A sportsman should learn to respect rules. The observation of rules is a fundamental requirement as a good member of society.

Second Law:
A sportsman should learn to be courteous toward not only opponents but also anyone around. He should behave courteously at all times and treat people the way he wants to be treated. Besides, it is important to show gratitude whenever desired.

Third Law:
A sportsman should learn to prepare himself so that he is able to display his best in any given condition. If a sportsman wants to obtain good results he has to train with a positive, passionate, creative, enduring and challenging attitude, which is also applicable for being successful in life.

Fourth Law:
A sportsman should learn the importance of teamwork. By cooperating and helping each other, not only higher results will be obtained as a team but also individual abilities and skills can be improved more efficiently and effectively. To attain higher goals in life, help from many people is necessary.

Fifth Law:
A sportsman should keep his goals and make every effort for self-development to reach his goals. A sportsman should learn about endurance.

Sixth Law:
As a sportsman, all you need to do after falling down is to stand up again.
If you fail, keep going until you succeed.

 

Ein Gedanke zu „Asics Frontrunner Treffen 2015

  1. Matze

    Arschlochquote = Null !!! Da hast du vollkommen recht :)
    Schöne Beschreibung eines tollen Wochenendes. Und danke für die Gesetzestafeln :)

    Antworten

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *