Schlagwort-Archiv: Laufen

Der verkehrte Goethe

Früher, als alles besser war, da war Leipzig eine Weltstadt. Goethe kam her um richtiges deutsch zu lernen und die Umgangsformen der modernen Welt zu lernen. Leipzig war Weltstadt Frankfurt war Provinz. Nun will ich nicht unbedingt sagen, dass ich das heutige Frankfurt für eine Weltstadt halte, aber ich denke kaum, dass es heute noch all zu viele Mainfrankfurter gibt die sich in Leipzig wie Dorftrottel fühlen. Was sie freilich nicht davon abhält es mit dem Herumgestelze genauso zu übertreiben wie seinerzeit der spätere Herr Geheimrat.
Als Gegenentwurf macht sich eine Truppe von Leipzigern Jahr für Jahr auf dem Weg nach Frankfurt um den dortigen Marathon gewaltig aufzuwerten.
Schließlich zeigen die Marathons ja auch ganz deutlich wie sehr eine Stadt Weltstadt oder Provinz ist.

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Koffer vom Scheunenhof geholt

In Nordhausen-Sundhausen gibt es einen Triathlon und als der Ort nicht schon für sich spräche nennt der sich auch noch Scheunenhof Triathlon.
Scheunenhof – darauf muss man erstmal kommen genial! Ein Wort, dass erstmal unauffällig ist, wenn man aber mal intensiv nachdenkt: Welche Scheune hat denn einen Hof und selbst wenn, wer redet über den Hof vor oder an der Scheune? Niemand, also gibt’s das Wort – auch wenn es wie eine sinnvolle Zusammensetzung erscheint – eigentlich (im semiotisch/ontologischen Sinn) gar nicht. Das ist so ähnlich wie Bodenquirl, solange niemand irgendwas als Bodenquirl definiert hat darf ich das Wort (natürlich mit dem Q auf dreifachen Wortwert) in Scrabble nicht legen – zumindest bei den Scrabblefundamentalisten mit denen ich mitunter spiele und die nur mit mir spielen um ihren Fundamentalismus so richtig raushängen lassen zu können. „Scrabblefascho – ist nicht zulässig!“ „Wieso denn nicht? Ist doch ne Gattungsbezeichnung!“

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In Halle geerdet

So ganz langsam muss ich ja mal anfangen mich so ein bisschen auf den Frankfurt Marathon vorzubereiten.
Da ist eine Standortbestimmung sicherlich ein sehr guter Ausgangspunkt.
Und da der Mitteldeutsche Marathon in Halle (Saale) ja ein Asics Frontrunner Event ist, logistisch günstig liegt, von der Zeit her passt und man zurück mit dem Rad fahren kann, hatte ich mich entschlossen den Halbmarathon unter die Füße zu nehmen.

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Challenge Roth 2011

Der Bericht ist im Prinzip fertig. Ich muss die Texte gelegentlich noch mal überarbeiten, aber inhaltlich scheint mir alles wichtige gesagt.
Es tut mir leid, es ist sehr lang geworden, aber ich habe das ganze noch nicht so verarbeitet, dass ich einen kleinen Kern erkennen könnte.
So ist es ein Bericht über Triathlon. Ausdauersport, die Challenge Roth und – vor allem – über mich geworden.
Das ist für viele weitgehend uninteressant, aber mir hat auch das Aufschreiben bei der Verarbeitung geholfen und wenn ich’s schon mal aufgeschrieben habe, warum dann nicht gleich öffentlich machen.
Ein  bisschen Datenmüll mehr oder weniger, darauf kommt’s nun wirklich nicht mehr an.

Die Teilung (der Länge wegen) ist chronologisch und – so hoffe ich – logisch:

Teil 1
In dem es um den Tag vor dem großen Tag geht.

Teil 2
Wo ich vom Start und vom Schwimmen berichte.

Teil 3
Da fahre ich Rad.

Teil 4
Wo es ums Laufen geht.

Teil 5
Ob ich ins Ziel gekommen bin oder nicht und wenn nicht warum nicht erfährt der geneigte Leser hier.

Epilog
Hier geht es um die Moral von der Geschicht, oder auch nicht.

Ich hoffe, dass es keine Zeitvergeudung ist das alles zu lesen und vor allem das alles geschrieben zu haben. Für letzteres ist es aber ohnehin zu spät…

 

 

 

Delivered – part 4

Endlich laufen – meine Disziplin!
Aber nach 180 Kilometern auf dem Rad fühlt sich laufen nicht wie laufen an. Eher wie laufen lernen. Die Beine sind steif, schwer und eiern über den Boden. Vorwärts komme ich irgendwie, aber das fühlt sich langsam an – viel zu langsam.
Ein Blick auf den Geschwindigkeitsmesser zeigt einen Schnitt von 3:48 min/km. Das ist nun wiederum schnell – viel zu schnell.

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