Schlagwort-Archiv: Wettkampf

Ziel und Wirklichkeit: Die rote Nulllinie zeigt den linearen 4er Schnitt. Die blaue Kurve zeigt die Abweichung der gelaufenen Gesamtzeit zur Gesamtzeit wenn ich einen 4er Schnitt gelaufen wäre.

Frankfurt Marathon 2011 – Volition zweiter Stufe

Bei Frankfurt denken die meisten zuerst an die große Stadt am Main, die deshalb auch Mainhatten genannt wird, große Bedeutung als europäische Finanztransaktionsmetropole hat und deshalb auch völlig zurecht im Brennpunkt der deutschen  occupier steht. Occupy Mainhatten hat ja noch was, occupy Augustusplatz ist da ein eher peinlicher Slogan.
First we take Mainhattan, then we take Augustusplatz. 
Ich dachte da früher zuerst an Harry Frankfurt und seinen netten, zu angestrengten Versuch Handlungs- und Willensfreiheit zu elaborieren.
Inzwischen denke ich aber bei Frankfurt zuerst an den Frankfurt Marathon in Frankfurt/Main.

Man ändert sich eben, nicht zum Guten oder Schlechten, man ändert sich einfach nur, schafft sich dadurch neue Sichtweisen und das ist gut so. Ich weiß zwar noch was Frankfurt unter Wünschen erster und zweiter Stufe versteht und könnte das auch sicherlich am Beispiel meiner Entscheidung 2011 den Frankfurt Marathon zu laufen erklären, aber das wäre noch langweiliger als der nun folgende Bericht zu meinem fünften verkackten Marathon im Jahre 2011.

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Koffer vom Scheunenhof geholt

In Nordhausen-Sundhausen gibt es einen Triathlon und als der Ort nicht schon für sich spräche nennt der sich auch noch Scheunenhof Triathlon.
Scheunenhof – darauf muss man erstmal kommen genial! Ein Wort, dass erstmal unauffällig ist, wenn man aber mal intensiv nachdenkt: Welche Scheune hat denn einen Hof und selbst wenn, wer redet über den Hof vor oder an der Scheune? Niemand, also gibt’s das Wort – auch wenn es wie eine sinnvolle Zusammensetzung erscheint – eigentlich (im semiotisch/ontologischen Sinn) gar nicht. Das ist so ähnlich wie Bodenquirl, solange niemand irgendwas als Bodenquirl definiert hat darf ich das Wort (natürlich mit dem Q auf dreifachen Wortwert) in Scrabble nicht legen – zumindest bei den Scrabblefundamentalisten mit denen ich mitunter spiele und die nur mit mir spielen um ihren Fundamentalismus so richtig raushängen lassen zu können. „Scrabblefascho – ist nicht zulässig!“ „Wieso denn nicht? Ist doch ne Gattungsbezeichnung!“

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In Halle geerdet

So ganz langsam muss ich ja mal anfangen mich so ein bisschen auf den Frankfurt Marathon vorzubereiten.
Da ist eine Standortbestimmung sicherlich ein sehr guter Ausgangspunkt.
Und da der Mitteldeutsche Marathon in Halle (Saale) ja ein Asics Frontrunner Event ist, logistisch günstig liegt, von der Zeit her passt und man zurück mit dem Rad fahren kann, hatte ich mich entschlossen den Halbmarathon unter die Füße zu nehmen.

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Challenge Roth 2011

Der Bericht ist im Prinzip fertig. Ich muss die Texte gelegentlich noch mal überarbeiten, aber inhaltlich scheint mir alles wichtige gesagt.
Es tut mir leid, es ist sehr lang geworden, aber ich habe das ganze noch nicht so verarbeitet, dass ich einen kleinen Kern erkennen könnte.
So ist es ein Bericht über Triathlon. Ausdauersport, die Challenge Roth und – vor allem – über mich geworden.
Das ist für viele weitgehend uninteressant, aber mir hat auch das Aufschreiben bei der Verarbeitung geholfen und wenn ich’s schon mal aufgeschrieben habe, warum dann nicht gleich öffentlich machen.
Ein  bisschen Datenmüll mehr oder weniger, darauf kommt’s nun wirklich nicht mehr an.

Die Teilung (der Länge wegen) ist chronologisch und – so hoffe ich – logisch:

Teil 1
In dem es um den Tag vor dem großen Tag geht.

Teil 2
Wo ich vom Start und vom Schwimmen berichte.

Teil 3
Da fahre ich Rad.

Teil 4
Wo es ums Laufen geht.

Teil 5
Ob ich ins Ziel gekommen bin oder nicht und wenn nicht warum nicht erfährt der geneigte Leser hier.

Epilog
Hier geht es um die Moral von der Geschicht, oder auch nicht.

Ich hoffe, dass es keine Zeitvergeudung ist das alles zu lesen und vor allem das alles geschrieben zu haben. Für letzteres ist es aber ohnehin zu spät…

 

 

 

Delivered – Epilog

Abzuliefern hieß anzukommen, das habe ich getan und ich bin uneingeschränkt stolz darauf. Hintereinander 3,8 km zu schwimmen, 180 km Rad zu fahren und 42 km zu laufen, ja ich kann das. Und: ja ich will das wieder tun. Es wird wohl so sein, dass ich versuchen werde jedes Jahr eine Langdistanz zu absolvieren.
Denn ich bin jetzt nicht nur Triathlet, nein ich fühle mich auch als Triathlet. Wenn mich ein Fremder fragt welchen Sport ich betreibe würde ich mit Triathlon antworten. Es ist einfach mehr als nur Laufen und beim Laufen ist ja das Ende der Fahnenstange (was ich auf alle Fälle noch zu erreichen versuche) ohnehin in Sicht. Außerdem ist richtiges Lauftraining wahrscheinlich Triathlontraining, das werde ich dann wahrscheinlich nächstes Jahr mal experimentell untermauern. Weiterlesen